Wie tief dringt Mikroplastik in den Boden ein - und was bedeutet das für unsere Lebensmittel, unser Wasser und unsere Umwelt?
In der Unifarm der Universität Wageningen wird im Frühjahr 2024 ein einzigartiger Feldversuch gestartet, der erste Antworten liefert.
Um diese komplexen Wechselwirkungen zu erfassen, hat das Forschungsteam drei Arten von Kunststoffen, darunter zwei, die zertifiziert biologisch abbaubar in Böden, neben einem Kontrollbehandlung. Die Probenahme wird durchgeführt bei drei Tiefen, mit fünf Wiederholungen, und wiederholt zweimal pro Jahr - summierend 120 Proben jährlich.
Probenahmekampagnen finden statt in:
- Mai 2025 – Abgeschlossen
- September 2025 – Abgeschlossen
- Mai 2026 – Geplant
- September 2026 – Geplant
Inzwischen ist die Validierung der plastischen Analyse ist im Gange, mit Extraktion und Identifizierung von Mikroplastik geplant aus Oktober 2025 bis April 2026. Dieser strenge Arbeitsablauf gewährleistet zuverlässige Daten sowohl über die Menge als auch über die Eigenschaften (Größe, Form, Abbaugrad) von Mikroplastik in verschiedenen Bodentiefen.
Die Ergebnisse von SOILPROM gehen weit über akademische Neugierde hinaus. Sie sind unmittelbar relevant für wichtige Ökosystemleistungen (ES), einschließlich:
- Nahrungsmittelproduktion - Verstehen, wie Mikroplastik mit Wurzeln und Bodenfruchtbarkeit interagiert.
- Wasserverschmutzung - Bewertung potenzieller Risiken für die Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer.
- Wasserinfiltration - Bewertung der Frage, ob Kunststoffe die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu absorbieren und zurückzuhalten, verändern.
- Luftqualität - Erforschung der Möglichkeiten der Resuspension von Kunststoffen durch Winderosion.
- Genetische Ressourcen - Untersuchung der Auswirkungen auf die Bodenbiota und den mikrobiellen Genaustausch

