Böden sind die Grundlage des Lebens. Sie speichern Kohlenstoff, fördern die biologische Vielfalt und tragen zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Aber sie sind bedroht - nicht nur durch Übernutzung und Degradation, sondern auch durch einen weniger sichtbaren Feind: die Plastikverschmutzung.
Mikro- und Nanokunststoffe sind besonders besorgniserregend. Sie sind allgegenwärtig, überdauern Jahrhunderte und können nicht mehr entfernt werden, sobald sie in die Umwelt gelangen. Sie schaden der Tierwelt, bedrohen die menschliche Gesundheit und sind inzwischen selbst in den unberührtesten Gebieten der Erde zu finden.
Präsentation auf dem IP-Tag “Gesunder Planet”
In der Integrationsplattform (IP) Tag “Gesunder Planet”, Die UFZ-Forscher kamen disziplinübergreifend zusammen, um Feldergebnisse auszutauschen und Kooperationen aufzubauen. Unser Partner am UFZ präsentierte die Forschung zu Boden-Plastik-Verschmutzungspolitik, untersucht im Rahmen unserer SOILPROM-Projekt und nun als Forschungsartikel eingereicht.
Die qualitative Governance-Analyse befasste sich mit verschiedenen EU-Politiken, darunter auch mit dem Thema
- REACH-Verordnung (Chemikalien)
- Gesetzesvorschlag zur Bodenüberwachung
- Vorschlag für Kunststoffgranulatverluste
- Düngemittelverordnung
- EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser und die Klärschlammrichtlinie
Unsere Ergebnisse zeigen, dass die EU wichtige erste Schritte zur Bekämpfung der (Plastik-)Verschmutzung von Böden unternimmt. Allerdings gibt es nach wie vor erhebliche Governance-Probleme (z. B. bei der Durchsetzung).
Um die Verschmutzung des Bodens durch Kunststoffe wirksam zu bekämpfen, müssen die politischen Instrumente auf den Verursacher der Verschmutzung durch Kunststoffe - die fossilen Brennstoffe - ausgerichtet sein und auf deren Ausstieg abzielen.
Entdecken Sie die gesamte Analyse: https://zenodo.org/

